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Transsexualität
Als transsexuell bezeichnet man Menschen, die ihr rechtliches Geschlecht ändern wollen, weil sie sich diesem nicht zugehörig fühlen, bzw. Menschen deren genitales Geschlecht, auf Grund dessen sie bei der Geburt eingeordnet wurden, nicht ihrem eigentlichen Geschlecht entspricht.

Unser eigentliches Geschlecht, unser „Gehirngeschlecht" ist angeboren, Transsexualität ist angeboren. Dies sehen wir daran, dass Transsexualität in allen Kulturen dieser Erde vorkommt, in jedem Land und auf jeder noch so kleinen Insel. Transsexualität gab es schon immer, schon seit es Menschen gibt. Bei psychischen Störungen, wie den Persönlichkeitsstörungen, ist dies nicht der Fall. Ihre Häufigkeit zeigt klare Unterschiede in verschiedenen Kulturen, manche Persönlichkeitsstörungen gibt es in manchen Kulturen überhaupt nicht. Außerdem kann man transsexuelles Verhalten (wir können es ja nur aus der Beobachterperspektive sagen) auch im Tierreich beobachten.

Zusätzlich gibt es sehr viele Forschungen zur Transsexualität, deren Ergebnisse alle zu folgender Aussage passen: Transsexualität ist angeboren. Mehr noch: Das Gehirngeschlecht entspricht nicht dem gonadalen Geschlecht, oder einfacher ausgedrückt: Transsexuelle Frauen zum Beispiel, sind Frauen mit einem weiblichen Gehirn und männlichen Gonaden. Wobei bereits hier klar wird, dass die Begriffe „männlich" und „weiblich" hier etwas schwierig zu gebrauchen sind.
Welchem Geschlecht sich der Mensch später zugehörig fühlt, wird wahrscheinlich in den ersten Wochen (!) nach der Zeugung festgelegt. Dies bestimmt vermutlich die Zusammensetzung, bzw. der zeitliche Ablauf, der Hormonausschüttung im Mutterleib. So kommt es anscheinend bei einer transsexuellen Frau zur Bildung eines weiblichen Gehirns:

    „… zeigen wir, dass die Größe der zentralen Unterteilung des bed nucleus der stria terminalis (BSTc), ein Bereich des Gehirns, der essenziell für das geschlechtliche Verhalten ist, bei Männern größer ist als bei Frauen. In Mann-zu-Frau-Transsexuellen wurde ein BSTc der Größe wie bei Frauen gefunden. … Unsere Studie ist die erste, die eine weibliche Gehirnstruktur in genetisch männlichen Transsexuellen zeigt, und unterstützt die Hypothese, dass Geschlechtsidentität sich als Folge einer Wechselwirkung zwischen Heranreifen des Gehirns und Geschlechtshormonen entwickelt." (Zhou et al.)

Peggy Cohen-Kettenis beschreibt ebenfalls die Untersuchung der Gehirne von transsexuellen Frauen und weißt außerdem auf eine Studie zum Verhältnis der Längen des Zeigefingers zum Ringfinger hin:

    "Bei sechs MzF-Transsexuellen wurde festgestellt, dass der zentrale Teil des Bed Nucleus der Stria Terminalis (BSTc) nicht nur signifikant kleiner war als bei männlichen Kontrollpersonen (gemessen an der Neuronenzahl), sondern auch vollständig innerhalb der Bandbreite weiblicher Kontrollpersonen lag (Zhou et al. 1995). Das Gegenteil wurde für einen FzM-Transsexuellen festgestellt (Kruijver et al. 2000). Zu beachten ist, dass nicht transsexuelle Männer, die aus medizinischen Gründen Östrogene einnahmen, keine Verkleinerung des BSTc aufwiesen. Daher ist es unwahrscheinlich, dass dieser Größenunterschied auf die Hormonbehandlung der Transsexuellen zurückzuführen ist."

    "Fingerlängenverhältnis. Auch das Verhältnis der Länge von Zeigefinger zu Ringfinger (2. und 4. Finger, 2D:4D-Verhältnis) soll negativ mit pränataler Androgeneinwirkung korreliert sein, dieser Parameter wurde ebenfalls im Zusammenhang mit den Ursachen von Transsexualität untersucht. Es zeigte sich, dass das 2D:4D-Verhältnis bei MzF-Transsexuellen höher ist als bei normalen männlichen Kontrollpersonen (Schneider et al. 2006)."

Alle transsexuellen Menschen spüren deshalb schon von Kindheitstagen an, dass sie anders sind, manche können sogar schon sagen, dass sie „im falschen Körper geboren" wurden.

Das Wort „Transsexualismus" wurde von Magnus Hirschfeld erfunden und sollte die Beobachtung ausdrücken, dass Menschen entgegen („trans") ihres genitalen Geschlechts („sexualis") leben wollen.

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erfanden (vor allem psychoanalytisch orientierte) einflussreiche Psychologen und Psychiater das Wort „Geschlechtsidentitätsstörung". Die Erfindung dieses Begriffes basierte auf keinerlei wissenschaftliche Daten, dennoch setzte er sich durch und steht nun im DSM-IV. Der Begriff „Transsexualismus" wurde gestrichen. Man sollte statt dessen nun den Begriff „Geschlechtsidentitätsstörung" (GIS) verwenden. Sprach das ICD noch von einem „Zwang" dem „Gegengeschlecht an zu gehören", so wurde daraus im DSM unter GIS ein „Wunsch".

90 Jahre wissenschaftliche Forschung, angefangen bei Magnus Hirschfeld, wurden einfach ignoriert und in den Wind geschrieben, als Menschen aus dem Psycho-Bereich erkannten, wie viel Geld sich mit angeborener Transsexualität verdienen lies, wenn man sie pathologisierte.

Und so haben wir heute zwei Begriffe, die teilweise synonym verwendet werden. Dass sich inzwischen an Studien mit Kindern, die eine GIS diagnostiziert bekamen, zeigen lies, dass die Diagnose GIS kaum etwas mit Transsexualität zu tun hat (nur 5% der Kinder wiesen tatsächlich etwas wie Transsexualität auf), wird ignoriert oder gar ins Gegenteil verkehrt. So werden bis heute Studien an Menschen mit GIS (von denen 95% nicht transsexuelle sind) dazu benutzt, Transsexualität als psychische Krankheit dar zu stellen.
Transsexualität (16 August 2009)
 http://atme-ev.de/index.php?option=com_content&view=section&id=3&Itemid=7
 http://snipurl.com/q85tt